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Dragoide – Pop & Black Lines

by daniel on Jun.10, 2010, under Musik

1.0

IDM-Ambient mit einer Dosis Pop. Was zum genau hinhöhren. Und krank.

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Binärpilot – Defrag

by daniel on Jun.06, 2010, under Musik

1.0

Eine kleine aber elegante EP für diesen schönen, sonnigen Tag. Möge sie euch beglücken und entspannen. Mir geht der fetzige Electro Disco IDM Mix gut durchs Gehör. Hat buchstäblich was befreiendes ansich. Musik zum hören und Kopfwackeln. Allerdings durch seine Flips&Klicks bestimmt nichts für 4/4 Fanatiker. Nice.

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LukHash – Dead Pixels

by daniel on Jun.03, 2010, under Musik

1.0

Hiermit melde ich mich aus der Frühlingspause zurück. Da Videospiele bei mir wieder sehr aktuell sind gibt es gleich mal Thema für euren Speicher. Dieses Album von LukHash rockt euch die alten C-64 und GameBoy Tage um die Ohren, denn die Verbindung von härterem InstrumentalModernRockGedöns und dem 8-Bit feeling gibt dem ganzen eine vertrauliche Basis und somit eine tolle Möglichkeit an die alten Tage zu denken. Klassische Rock und DiscoElectroElemente sowie Chiptune sind im ausgeglichenem Maße vorhanden. Viele schöne -quasi Stilduette- finden statt. Es ist ein Genuß diesem schrägen Gequirl zuzuhören. Mir persönlich könnte die ganze Rocksache noch etwas düsterer sein, aber okay…wir wollen mal nicht meckern. Das Album fetzt ohne Frage ordentlich!!! Die Titel “Digital Heart”, “Like A Dead Pixels” oder “H8 U” verlassen meine Playlist erstmal nicht mehr.

Das Video zeigt die Sache nochmal direkter, klar was ich meine?

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paniq – Achillesverse

by daniel on Mar.23, 2010, under Musik

1.0paniq alias Leonard R. aus Hamburg, ist schon seit 1996 musikalisch aktiv, und wer sein Archiv durchhört bemerkt schnell, dass sich nicht mit einem Musikgenre aufgehalten wird. Von 8bit bis HipHop bis MinimalTechno oder HardcoreTechno ist alles dabei. Interessant ist, dass Leonard R. selber programmiert und seit 2006 sein eigenes Produktionstool namens “Aldrin” für GNU/Linux entworfen hat. Seitdem produziert er damit und anderer OpenSource Software seine Musik.
Aus der großen Anzahl an Werken habe ich mir das Album “Achillesverse” von 2001 zur Vorstellung ausgesucht. Dies hat den Grund weil ich grad wieder etwas auf HipHop abfahre, dennoch sollte dringend in paniq´s weiteres Material reinhört werden!!!

Zum Anfang zeigt sich das Album mit “Heilige Säure” eher minmal. Beim allerersten mal hören zog mein Hirn sofort den Bogen zur Band 5 Sterne Deluxe, denn deren beide Alben zur Milleniumwende sind vom Sound, textlich und der Erzählweise wirklich sehr ähnlich. Mich persönlich stört dies keineswegs…im Gegenteil, dieser Stil wurde in meinen Augen viel zu wenig bedient, und so bin ich froh in diesem Album etwas vergleichbares gefunden zu haben, wenn auch etwas spät, was ich allerdings überhaupt nicht bedauere. So erinnert mich etwa “Duell der Giganten” doch sehr an Dr. Hossa….hmmm. Egal, weil genial.
In “Ich mag die Drogen” zeigt paniq einen Stil welcher Deichkind fast ein Jahrzehnt später zu großen Erfolg verholfen hat. Die Stimme ist echt mal crazy und bildet zusammen mit dem langsamen Beat ein sehr eingehendes Sounderlebnis. Man weiss nicht ob der Track nun mitreißt oder man lieber auf Next drückt.
Insgesamt gesehen lässt dieses Album in mir viele Erinnerungen auferstehen, welches wirklich nur am Stil und Sound liegt. Über diesen Punkt hinaus ist das Album für mich jedoch völlig neu und somit absolut unbelegt mit Emotionen oder ähnliches. Eine wirklich seltsame Mischung die es mich immer wieder hören lässt. Hier sei auch noch das Layout sämtlicher Illustrationen von paniq angesprochen, welche durch und durch mit okkulten, esoterischen Symbolen versehen sind. Ich bin mal so frei und attestiere einen gesunden schwarzen Humor, welches gezielt auf die okkulte Symbolik in aktuellen Pop-Musikproduktionen aufmerksam machen KANN. Abgefahren und sympathisch.

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TAPETE – Der Wille lenkt die Tat

by daniel on Mar.20, 2010, under Musik

Cover - Der Wille lenkt die TatEigentlich steht es mir nicht zu über Hip-Hop Worte zu verlieren. Nie war diese Musikrichtung wirklich sooo bedeutend für mich, dass ich meine gekauften CDs dieses Genres bestens an zwei Händen abzählen kann. Trotzdem versuche ich mal “Der Wille lenkt die Tat” von TAPETE so gut wie mir nur irgendwie möglich zu verkaufen und meine Eindrücke so gut wie möglich wiederzugeben.
Für mich ist als erstes positiv zu bemerken, dass man dem Sprechgesang noch gut folgen kann. Viele Hip-Hop-Acts faseln so schnell daher, dass ich mich schon äußerst konzentrieren muss um wirklich alles gesagte verarbeiten zu können. Ich hasse das, Stress pur, das macht doch keinen Spaß! Nein, sowas ist nix für mich. TAPETE zeigt sehr schön, dass es auch anders geht, denn die Texte werden gut verständlich ins Mic gebracht und es braucht keine spezielle Meditationtechnik um alles vom Text inhaltlich zu erfassen.
Den Anfang macht “Drückeberger”, welcher sehr locker&funkig daherkommt und die Einstellung von TAPETE wohl klarstellen soll: Freiheit, Selbstsicherheit und Faulheit!?! Keine Bombe, aber ein interessanter Einstieg. Bei “Dienstleistungserschleichung” gibts keine Schonzeit mehr. Mit fetten Bässen und klaren Texten gibts direkt auf die Zwölf. Gewaltlos in den Strafvollzug sag ich nur. Leider ist die Nummer vielvielviel² zu kurz!!!! Die nächste Nummer “Dein Atem” bringt dem BPM-Zähler wieder etwas runter und lädt zum chillen, wobei dier Textfluss für mich hart an der Grenze ist. Inhaltlich gehts um ein altes aber immer akutelles Thema, wobei der Sound des Tracks schön trostlos und unverbraucht wirkt, genau richtig also. Das Ende überrascht mit einem klanglich wunderbaren Mini-Chor. Die “Schuldenfalle” bleibt im selben Tempo, jedoch geht es dort weitaus düsterer zu. Klanglich sowie Textlich. Dazu fällt mir folgendes ein:

Reicher Mann und armer Mann
standen da und sah´n sich an.
Und der Arme sagte bleich:
Wär´ ich nicht arm, wärst du nicht reich.

Bertolt Brecht

In dem etwas schneller und lauterem “Schwarzfahrt” wird klar zur Strafttat aufgerufen: Schwarzfahren. In meinem Fall würde das zu einer monatlichen Ersparnis von aktuell 60,80EUR führen. Dieser “Respekt” gegenüber Fahrscheinkontrolleuren, welcher im Lied erwähnt wird, finde ich persönlich auch anwidernd. Dieses Geldgierige  und Quotenjagende Verhalten von vielen Kontrolleuren die mir begegnet sind, verdient nun wirklich keinen solchen hoch wirkenden Respekt. Teilweise wirkt es sogar wie Angst, obwohl man einen gültigen Fahrausweis dabei hat. Eigentlich sollte es deren Aufgabe sein in höflichen Ton um meinen Fahrausweis zu bitten, immerhin kaufe ich diesen für nicht wenig Geld und finanziere somit ihre Arbeit. Ein Verhalten, ganz so als ob von Anfang an ein Schuldverdacht vorliegt, ist jedoch in den meisten Fällen der maßgebende Ton. Wenn ich dieses teure Stück Papier schon vorzeigen soll, dann möchte ich auch bitte persönlich in einem netten Ton angesprochen und gebeten werden, anders geht bei mir nix. Soviel dazu, nun weiter zu “Zombies”. Hier wird der im Strom schwimmende Mensch zum Inhalt gemacht. TURN OFF THE TV!!!
Im längsten Stück “Perfekt” scheint die ganze Energie des Albums zu fokussieren. Soundlich auf jeden fall, denn hier bekommt man zum ersten mal wirkliche Tiefe mit mehreren Soundebenen geboten, wirklich fett & perfekt.
Bei “Geld” dreht es sich um die Abhängigkeit dieses im Prinzip wertlosen Lappens Papier. Jeder sollte mal genau darüber nachdenken wie Abhängig er ist. Auch ist vielen völlig unklar wie reich sie im Vergleich zur Weltbevölkerung eigentlich sind. Wer es genau wissen mag, sollte mal hier gucken.
“Vitamin D” gibt dann endlich mal wieder Zeit zum lächeln, wippen und Sonne scheinen lassen. Bei genauerer textlicher Analyse bekommt es allerdings ein düsteren Beigeschmack, eine sehr stimmige Mischung.
“Gegner in” hat sich mir noch nicht ganz erschlossen, insofern mag ich garnicht mehr dazu schreiben, aber es handelt sich wohl um FREE YOUR MIND!!!
Der Titelsong “Der Wille lenkt die Tat” beinhaltet wohl die gesammte Aussage des Albums komprimiert in diesen Track. Ein schmeicheln für alle Selbstbestimmer und Infokrieger.
“und der Atem lenkt die Glieder” ist wieder etwas minimaler vom Sound. Ein gelungener Abschluss.l_c7fa91ad90b84ff2b283e4bf44abdfd5

Dieses Album ist eine Runde Sache und für alle Hip-Hop begeisterten Menschen zu empfehlen, denen es um Selbsterkenntnis geht und nicht um das beleidigen anderer. Leider gehen mehr als die Hälfte der Tracks nicht länger als drei Minuten und dann und wann hätte etwas mehr Soundgetüftel den ein oder anderen Track sicherlich noch mehr hervorgehoben, doch dies sind meine Ansprüche, ich bin sicher TAPETE hat für sich genau das richtige getan. Respekt.

Falls ihr nach dem Album noch nicht genug von TAPETE habt, so solltet ihr hier fündig werden, denn das Album war nicht das erste welches er unter CC veröffentlicht hat. Viel Spass damit!!!

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