TMP013 – rec72

tmp013

#interview

Zum fünfjährigen Jubiläum von rec72 haben sich Jens und Daniel mit Macro Medkour in Skype getroffen und ausführlich über sein Netlabel gesprochen. Er ist Gründer und Betreiber, kommt aus Köln und erlaubt uns tiefe Einblicke hinter die Kulissen. Wieder über stolze zwei Stunden. Viel Spaß damit!!!

Tracklist:

  1. Radio Scotvoid – I Love Special K (Eigenheimer Remix)Mirror
  2. Small Radio – Leaf Shaped Feelings (7th Gear Remix)
  3. deef – Ein sonniger Tag mit dir
  4. Pandacetamol – Orchid
  5. ZOE.LEELA – Destroy She Says (deef Remix) WELTPREMIERE
  6. Evil Kliq – All Control (bitBasic Remix)
  7. Au fond du car – Roses face A

12 thoughts on “TMP013 – rec72

  1. Vielen Dank für die tolle Sendung! Das Interview hat mir sehr viel Spaß gemacht. Hoffe den Hörern und Hörerinnen gefällt es auch ;)

  2. Bezüglich Radio und CC: Es fließen doch viele Gelder, damit im Endeffekt die Musik der Major-Label im Radio/TV laufen. Für Musik unter CC ist da wenig Freiraum, weil die großen einfach die Mittel besitzen, ihr Zeug der Öffentlichkeit zu präsentieren. Es gibt mit Sicherheit genügend gute Radiosender, die auch CC Musik spielen, aber das sind dann die kleinen, oft regional beschränkten Radiosender; die Unabhängigen. Bei uns im Raum Halle gibt es auch so einen Sender. Die senden aber eben nur in dem Gebiet. Jedenfalls finde ich es deshalb enorm schwierig, CC für die breite Masse zu bringen, weil die größeren Radios dafür einfach keinen Spielraum bieten. Und wenn, dann wie im Interview erwähnt spät in der Nacht.

    Ich glaube einfach, und das sehe ich auch im Freundeskreis so, dass Leute, die sich mit “Underground-Musik” oder halt CC-Musik auseinandersetzen wollen, das auch tun. Aber das beschränkt sich halt wirklich auf das Internet: Last.fm, Soundcloud, Spotify etc. Die “Otto-Normal-Verbraucher”, die täglich ihre Portion Mainstream aufnehmen und denen das absolut reicht, würden einen Radiosender, der ab sofort nur noch/auch Undergroundkram, CC und so weiter bringt, höchstwahrscheinlich meiden. Den Sender würden dann auch bloß wieder die Leute konsumieren, die wie oben genannt sich schon im Netz dafür interessieren. Klar, würde man trotzdem mehr Leute erreichen, aber die Frage ist ja auch, ob sich das für den Radiosender dauerhaft lohnt. Da hängen ja irgendwann Existenzen dran. Über das Internet funktioniert es einfach besser und man läuft nicht Gefahr, vor die Wand damit zu fahren, weil man sich sicher sein kann, dass Leute die Musik konsumieren, weil sie es wollen.

    Danke für den coolen Podcast! Kenne rec72 ja auch schon eine Weile und kenne vor allem die Releases von Bitbasic und yan_g von dort.

  3. hey lars,
    danke für deinen langen kommentar. ich finde cc-sendungen oder auch nur einzelne titel könnten durchaus mal nebenbei zu humanen zeiten gespielt werden. das würde die aufmerksamkeit auf cc-inhalte bestimmt fördern. ein titel am tag mit dem hinweis auf cc wäre bestimmt kein beinbruch für große sender. es geht ja nicht um die leute die eh cc konsumieren, nur um die anderen. muss ja kein technotrack mit 8min sein^^

  4. Hi Jungs und Mädels!

    Was ich bei dem Part mit dem Mastering komplett vergessen habe: Es war im Falle der Compilation notwendig, damit auch alle Titel dieselbe Intensität/Lautstärke und einen ähnlichen Klang erhalten. Da es 16 Songs von 8 unterschiedlichen Acts sind, die wiederum unterschiedlich musizieren/produzieren, wollte ich eine stream line in die Compi bringen. Dadurch kann Mensch sich die Compi auch in einem Rutsch – oder auch gerne zufällig – anhören, ohne am Lautstärkeregler zu drehen.

    LG aus Köln

  5. Danke für das Interview! Sehr interessant. Verfolge Rec72 schon seit Jahren!

    @Lars: Dein Einwurf klingt mir doch zu sehr nach Frauenquote. Es ist geradezu absurd zu erwarten, ein hoch-emotionales Produkt wie Musik politisieren zu können. Wieso sollte irgendwer besondere Rücksicht auf die Distributionspoltischen Details eines Musikstückes machen?! Das kannst du bei Lebensmitteln und anderen Artikeln des täglichen Bedarfs erwarten, aber doch nicht bei Kunst. Kein Wunder wenn etablierte Taste-Maker, Marktteilnehmer und Musikliebhabern bei solchen Hinweisen der Mittelfinger zuckt. Und nein, niemand kauft sich Airplay im Jahr 2012, so banal ist die Musikindustrie nun auch wieder nicht. Aber es ist ein schlichter Fakt, dass ein gesunder finanzieller Status das Produktionsumfeld erheblich verbessert – und die Ergebnisse bei Hörer entsprechend mehr Anklang finden. Dann läuft’s auch mit dem Airplay, den Reviews, der Aufmerksamkeit und zuletzt den Verkäufen. Die Ignoranz letzterem gegenüber ist eines der Hauptbeweggründe wieso ich mit meinem Label seit Jahren größten Abstand zu CC pflege – mit erschreckend positiven Ergebnissen.

    Wie auch immer, CC sollte keinen Exotenstatus erfordern. Wieso auch, laut gern wiederholten Legenden hat CC doch konkurrenzlose Vorteile wie: Unendliche Künstlerische Freiheit, der angeblich unschlagbare Promo-Effekt eines CC Releases an sich, null Distributionskosten, und so weiter. Also eigentlich sollte CC einen Malus bekommen, denn andere haben diese “Privilegien” nicht. ;) …Oder stellen sich diese ganzen “revolutionären” Errungenschaften von CC etwa in der Realität nur als Halluzinationen heraus? ;)

    Erkläre mir doch bitte wie du darauf kommst, dass CC auf der Laufstrecke einen Vorsprung braucht? Ist das CC Modell etwas dermaßen nachteilhaft, dass es gewissermaßen subventioniert werden muss?

    @all: Sorry für den Exkurs

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