Dos Hell – Electric Music Recital

Als ich das Coverartwork in meiner Facebook-Timeline sah, war meine erste Vermutung, dass es sich wieder einmal um ein verrücktes Chipmusik-Album handelte. Cover dieser Art ist man gerade aus dem skandinavischen Teil der Chipmusik-Szene gewohnt. Weit gefehlt! Schon die ersten Klänge machen klar, dass man es hier eher mit klassischem Rock’n'Roll zu tun hat. Bereits in den Anfängen hat mich “Electric Music Recital” an den Soundtrack von Filmen wie Pulp Fiction erinnert. Gerade “Girlfriend of a Boy” hat mich mit seinen surfigen Gitarren fast direkt ins Jack Rabbit Slim’s versetzt, in dem Uma Thurman und John Travolta gemeinsam zu Abend essen. Die oft geschriehenen Vocals erinnern dann eher wieder an Bands wie Queen of the Stone Age, auch wenn die Musik insgesamt viel positiver klingt, als die von Weltschmerz und Depression getragenen Stücke der Stoner-Rock-Band. Dennoch sind sie genauso mit einem Distortioneffekt versehen, was dem Album einen feinen Lo-Fi-Anklang gibt.

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Cro – Easy Mixtape

Auch wenn ich mich in Gefahr begebe, Euch dieses kostenlose HipHop-Mixtape-Album ähnlich wie ein zu Teilzeiten geiler Radiosender unter die Nase zu reiben, ich mach es trotzdem. Immerhin ist es absolut hörbar, die Texte sind frei von beleidigenden Phrasen und es ist lustig und interessant zu hören, welche mehr oder weniger aktuellen Charthits hier für die musikalische Untermalung missbraucht wurden. So hatte ich bei ”Kein Benz” sowie bei “Rockstar” sofort das Originallied im Kopf. Für mich stellten sich “Allein”, “Easy” und “Hi Kids” als Vorlieben heraus. Hoho. Viel Spass mit dem Stück deutschem HipHop. Und ja, frohe Weihnacht.

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Oleg Fyodorov – Explosive Fantasy

Weder Fisch noch Fleisch ist diese EP. Einerseits gibt es hüpfende House-Beats mit smoothen Latin-Pop Gitarrenklängen. Dann kommen knallharte Techno-Synths dazu, ohne dass die Beats etwas von ihrer Lässigkeit verlieren. Dann wechseln die Arrangements immer wieder unverhofft, als würde man ein IDM-Album hören. Und das alles in einer Zeitspanne von größtenteils 4 Minuten. Dennoch ist es nie so aufdringlich wie IDM sonst ist, da die Übergänge zwischen den Elementen immer sehr fließend ist und nicht abrupt. Oleg Fyodorov spielt aber durchaus mit Einflüssen aus Hip Hop und Jazz. Und in “NYC meets Nikita” klingt es fast so, als hätten die Jungs und Mädels von Torchwood einen Gastauftritt.

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Vladimir Strezer – Timeless Piano Dreams

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Wie ein Schwamm sauge ich grad klassiche Musik in mir auf. Hier scheint es mir anscheinend die sogenannte Kammermusik angetan zu haben. Das folgende Soloalbum von Vladimir Strezer bietet genau dies, allerdings in einem ziemlich modernen Stil. Auch hier spielt die Melancholie eine Rolle, aber nach einigem hören hat das Album noch viel mehr zu bieten. So sind einige Stücke auch fröhlich, nachdenklich oder verspielt. Es muss ja nicht immer Schwermut sein.
Der übersetzte Titel “zeitlose Klavierträume” trifft es schon äußerst genau. Es wird ruhig und beschaulich eine Traumwelt mit Tönen aufgebaut. Äußerst schön harmonisch und angenehm zurückhaltend.

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Stefano Mocini – A Cat Playing

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Wenn die Zeiten sich ändern, ändert sich oft auch der Musikgeschmak, oder sagen wir mal dessen Horizont. So auch bei mir, deswegen stelle ich Euch jetzt mal ein wenig klassische Musik vor. A Cat Playing ist reines Solopiano mit einem Hauch von Melancholie.
Für mich kam dieser neue Einfluss eigentlich ziemlich unerwartet, eine Arbeitskollegin brachte mich auf diese Schiene, genau zur richtigen Zeit wie es scheint.
Da dies alles für mich ziemlich neu ist, kann ich zur Musik eigentlich nicht viel sagen. Jedenfalls ist sie eher ruhig und nicht aufbrausend, eben das richtige um sich gut in seinen Gedanken zu verlieren. Vielleicht geht es ja nicht nur mir so. Viel Spass mit diesem wunderschönen Album mit ein wenig Herzeleid.

Zum Download bei Jamendo

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Jumbo Jazz – The Art Of Seven

Manchmal möchte man einfach mal was anderes hören als immer nur diesen standardmäßigen am Laptop zusammengefrickelten Elektrosound. Eine gelungene Abwechslung bietet hier das Album von Jumbo Jazz. Endlich mal wieder handgemachte Musik. Toll produzierte, farbenfrohe Jazz- und Blues-Songs mit viel Energie aus Rockeinflüssen und tollen Saxophon-Melodien. Die Musik möchte scheinbar wirklich gehört werden und ist nicht dazu geeignet, irgendwo im Hintergrund zu laufen, während man liest, putzt oder aufräumt. Dazu ändern sich die Klangfarben und Arrangements der Songs zu schnell. Und selbst wenn man von den tollen Vocals ohne Polnisch-Kenntnisse nichts versteht kann man sich richtig in dieser halben Stunden Musik verlieren. Weiterlesen

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Track Of The Day: ZOE​.​LEELA – Come On

Na, erinnert ihr euch noch an die klasse EP von ZOE.LEELA “Queendom Come“? Diese frische, junge und doch qualitativ ausgereifte Musik, welche einen wahrlich in ihren Bann zog. Jetzt kommt der zweite Streich, welcher uns mit einer Single die Wartezeit auf das Album verkürzt. Den Namen “Come OnWeiterlesen

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Valery & The Greedies – Where’s Satan?

Es gibt sie also doch noch, die Musik, welche mit Gitarre, Bass und Schlagzeug entstanden ist. So auch bei dieser Formation aus Russland, welche mit ihrem Album eine kleine Perle unten den ganzen freien Releases darstellen. Insgesamt 9 Tracks bekommt der Hörer geliefert. Einordnen lässt sich Weiterlesen

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Ulf Kramer – Wailing Wall

Ohne viele Kompromisse kommt diese EP daher, auf der Herr Kramer 3 Tracks gezaubert hat. Ohne tief ins Gefühl zu gehen, wird hier auf das Genre geachtet. Was so viel heißt, als das hier Techno zu hören ist, wie er im Buche steht. Weiterlesen

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Chetreo – Nothingness

Da gibt es Künstler, die überraschen mit jedem Album neu. War Chetreo’s letztes Werk “A Year of Change” noch ein Mix aus Gameboy Tunes und knallharten Drum’n'Bass Beats, werden auf seinem neuesten Werk tatsächlich elektronischere Klänge angeschlagen. Auch gibt es keine Gesänge mehr. Und alles was an Stimmen zu hören ist, sind elektronisch verzerrte Piepsgesänge, die zuckersüß zu den wenig eingestreuten Chipsounds passen. Leider ist nach 5 Songs schon wieder Schluss. Weiterlesen

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